1. Bloggerclub Connect: Eine Frage und zehn Antworten oder „Diskussion erwünscht“

Ein neues Format sollte es werden: Bloggerclub Connect. Ein neues Format ist es geworden, als 15 Daumen gegen 22 Uhr nach oben zeigten auf Stephans Frage: „Gefällt euch dieses Format, wollt ihr mehr davon?“ – Ja, wir Anwesenden haben es abgesegnet und für gut befunden: Wir wollen mehr unmittelbaren Austausch, mehr Spontanität für akute Probleme und Fragestellungen, mehr Kennenlernen und Networking.

Gekommen, um zu lernen und zu netzwerken

Die Runde hat sich am Montag aus Bloggerclub-Vorstandsmitgliedern, Bloggerclubmitgliedern, bekannten Gästen und auch neuen Blogger-Gesichtern zusammensetzt. Das hört sich jetzt nach 50 Leuten an. Halbiere die Zahl, ziehe 10 ab und dann kommst du ungefähr auf die Zahl der Anwesenden, die ich zuvor bereits verraten habe.

Aber hätte es in Nürnberg nicht ein Autoproblem gegeben, dann hätte die anwesende Augsburger Bloggerin nicht die weiteste Anfahrt gehabt, sondern die angemeldeten Gäste aus Nürnberg. Merke: Der Bloggerclub expandiert und jeder Blogger ist willkommen – weit über die Grenzen Münchens hinaus.

Erst vorstellen dann Fragen stellen

Da es ja auch besonders um das Kennenlernen und Vernetzen geht, haben wir uns und vor allem unsere Blogs zunächst kurz vorgestellt. Anschließend notierte sich Franz die eingeworfenen Fragen und moderierte dann ein wenig den Abend. Im Prinzip behandelten viele der Fragen Kernthemen, die früher oder später jeden Blogger beschäftigen.

Fragen, so bunt wie die Blog-Themen der anwesenden Blogger

Wie fängt man überhaupt einen Blog an? – Stephan zog mit einer Kopfbloggerin (= Blog ist noch in Planung) für eine Einzelberatung von dannen, denn abgesehen von unseren Kopfbloggern Taha und Eli haben ja schon eigentlich alle einen Blog.

In großer Runde wurde abschließend nochmal die Vorgehensweise diskutiert, wobei man sich letztendlich trotz One-Click-Installation doch auf den Rat einigte: Such Dir jemanden, der Dir das für Geld einrichtet.

Zwei Ligen gab es trotzdem: Die Kreativen, die das Feuer in den Augen der anfangen-Wollenden erkannten und sagten: Einfach loslegen. Learning by doing. Und die Perfektionisten, die den Hoster, die Domain, die technischen Möglichkeiten der einzelnen Themes, etc. erstmal gründlich abchecken wollten, um Fehler zu vermeiden und gleich mit einer perfekten Lösung zu starten.

Wie steigere ich meine Reichweite? – Ja, auch da wurde viel vorgeschlagen und vor allem viel diskutiert! Das zeigt, dass selbst die erfahrenen Blogger, die sich intensiv auch mit diesen Fragen beschäftigen, die vorgeschlagenen Maßnahmen wie Newsletter-Option, Keyword-Analyse, Absprungraten-Analyse, etc. sehr unterschiedlich werten und es kein alleiniges Allheilmittel gibt.

Wieviel Geld kann ich als Blogger für meine eigenen Bilder verlangen, wenn sie mir jemand abkaufen möchte? – Interessant waren hier vor allem die unterschiedlichen Varianten: exklusiv, oder nicht, zeitliche Beschränkung der Nutzung, oder Vorschlag der Verlinkung statt Honorar, etc. Franz ergänzte hier eine Info zur standardmäßig vorgesehenen Quellenangabe: „Das Urheberrecht sieht die Nennung des Urhebers vor.“ Auf eine allgemeingültige Empfehlung, wieviel Geld man für eigene Fotos nehmen kann, wurde übrigens verzichtet. Das sollte jeder für sich entscheiden.

Frage zur Überschriften-Formatierung H1: Was, wenn das WordPress-Theme standardmäßig auf jeder Seite den Blog-Namen und bei den einzelnen Artikeln nicht nur den Beitragstitel über dem Beitrag, sondern zusätzlich den Beitragstitel in der Sidebar als H1 auszeichnet? – H1 sollte nur einmal vorkommen. Die Lösung: Nur der Beitragstitel über dem Beitrag sollte als H1 definiert werden. Das kann man durchaus selber einstellen.

Wie oft soll man eigentlich bloggen? – Da hatten wir mit Helmut, dem täglichen Extrem-Blogger und mit Eli, dem jahrelangen Kopfblogger die Extreme anwesend. Dazwischen gibt es viel und das wurde fleißig erörtert.

Was mache ich mit alten, irrelevanten Inhalten? – Markus, Multitasking-Held des Zuhörens und gleichzeitig Twitterns, googelte mal kurz nebenher die Codes für Löschen, Weiterleiten, etc. und ergänzte so praxisnah die Diskussion, wann, was empfohlen wird.

Was funktioniert besser: über ein Nischenthema zu bloggen oder breit aufgestellt zu sein? – Im Publikum war beides vertreten. Allen leuchtete ein: „Mit Kindern im Urlaub-Blog“ kann jeder mit Kindern, „Mit Kindern in XY im Urlaub“ kann nur, wer Land, Leute und Sprache wirklich kennt, sprich: die Konkurrenz ist deutlich geringer.

Und zur Diskussion wurde gestellt: Was haltet ihr von diesem Bezahlmodell: „Wer meine Inhalte bezahlt, der bekommt sie werbefrei.“  – Da gab es aber schnell den Einwand: „Wieso das denn? Die Werbung, die du hast ist nicht aufdringlich, stört nicht und sie passt perfekt zum Thema. Du enthältst deinen Lesern dann quasi ergänzenden Content vor!“ Viele Meinungen dazu. Es war spannend.

Mein Fazit

Ich habe die Veranstaltung als tolles neues Format empfunden. Eine große Bereicherung zu der bestehenden Vortragsreihe. Die Anwesenden haben den Abend durch intensiven, gemeinschaftlichen Austausch mitgestaltet, denn jeder konnte Fragen stellen und Antworten geben. Es war mehr Zeit für Fragen des Einzelnen, als bei den Vorträgen und es entstand mehr als einmal auch eine lebhafte Diskussion.

Bei der Beantwortung der Fragen kamen sehr unterschiedliche Aspekte und Erfahrungen zur Sprache. Sie wären sicher nicht in diesem Umfang genannt worden, wenn nur ein vortragender Experte geantwortet hätte.

Der Bloggerclub hat mit Bloggerclub Connect einen Raum des Austausches und des Lernens geschaffen, der sich durch eine breite Vielseitigkeit auszeichnet. Eine Vielseitigkeit …

  • an verschiedenen Blogs,
  • an unterschiedlichen Erfahrungen der Blogger (jahrelanger Blogger bis gänzlicher Neuling),
  • gespickt durch oftmals noch zusätzliche berufliche Erfahrungen im Bereich des Bloggens sowie
  • an Fragen und Problemen aus dem Bloggeralltag.

Dazu kam die allgemeine Bereitschaft sein Wissen und seine Erfahrungen offen zu teilen. Hier wurde wirklich mal Ideen und Austausch Raum gegeben. Danke. Dafür werde ich auch montags gerne wieder meine Kinder für fünf Stunden vom Babysitter betreuen lassen, um dabei zu sein. „GermanPersonnel“, dessen Recruiting Blog ich betreue, zahlt auch den Babysitter – ein „great place to work“.

Friederike von Hundelshausen

Friederike von Hundelshausen

Friederike von Hundelshausen arbeitet seit 1,5 Jahren als Content Marketing Managerin bei dem Softwareunternehmen GermanPersonnel. Sie betreut dort Marcos Recruiting Blog und unterstützt das Social Media Team. Neben dem Schreiben eigener und dem Redigieren fremder Texte plant die Geisteswissenschaftlerin auch die Blog-Themen und organisiert Beiträge von Gastautoren.

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